Integrierte Flüchtlinge nicht abschieben!

"Wir machen uns große Sorgen um die Situation von Flüchtlingen, die schon seit langer Zeit hier sind," sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm nach einem Treffen mit katholischen Kirchenvertretern in München. Viele Flüchtlinge hätten mit großer Unterstützung durch Ehrenamtliche Deutsch gelernt und eine Arbeitsstelle gefunden. Jetzt lebten sie in ständiger Angst, abgeschoben zu werden, vor allem, wenn es nach Afghanistan gehen soll. Das sei "eine menschliche Tragik" und überdies ökonomisch unsinnig, weil die Arbeitskräfte hier gebraucht würden.

Keine Abschiebungen nach Afghanistan

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx wandte sich gegen ein generelles Abschieben nach Afghanistan: "Man darf niemanden abschieben in ein Land, wo Krieg und Verfolgung drohen!" Afghanistan sei nach dem Urteil der Vereinten Nationen nicht sicher.

Ausbildung abschließen lassen

Beide Kirchenvertreter forderten die Politiker auf, die Sicherheitslage kritisch in den Blick zu nehmen und die individuelle Situation der Menschen genau zu prüfen. (Quelle dpa)