Die Brüsseler Verhandlungen über die Reform der EU-Agrarpolitik


haben nur scheinbar wenig mit unserem Alltagsleben zu tun. Denn die Beschlüsse, die dort gefasst werden, entscheiden hierzulande über die Fortsetzung von Tierquälerei und Antibiotika-Missbrauch in Megaställen, bedrohliches Artensterben und die milliardenfache Verschwendung unserer Steuergelder.

Geht es nach dem EU-Agrar-Ausschuss, so werden die Massentierhaltung und die Fleisch-Überproduktion für den Export weiterhin ungebremst subventioniert. Und geht es nach Bundeskanzlerin Merkel, so müssen Bauern nur lächerliche 3,5 Prozent ihrer Fläche brach liegen lassen - als dringend benötigten Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Den aussterbenden Vögeln und Bienen nickt die Kanzlerin also freundlich zu, während sie der Agrar-Industrie die Hand schüttelt.

In diesem Jahr soll die EU-Agrar-Reform beschlossen werden. Wir tun alles, um den Schutz von Natur und Umwelt nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Mechthild Klocke, Lynn Gogolin-Grünberg und Norbert Franck für das BUND-Team Biodiversität