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Wieland Zademach

ist im November 2015 gestorben. Er hat mehrere Jahre dem Ständigen Ausschuss des Ökumenischen Netzes Bayern angehört. Mit seinen gewichtigen Beiträgen hat er unsere Diskussionen lebhaft und engagiert sehr bereichert.

Wir trauern um ihn und behalten ihn in dankbarer Erinnerung.

Der folgende Nachruf wurde von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Bayern veröffentlicht:

Nachruf

Kultur der ökumenischen Ehrlichkeit: Wieland Zademach (1943-2015) Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Bayern gedenkt ihres früheren Ge-schäftsführers Wieland Zademach, der letzte Woche in einer Klinik in Bonn verstarb. Der evang.-luth. Pfarrer Wieland Zademach führte die Geschäfte der ACK Bayern von 1989 bis 1996. In diese Zeit fielen wichtige Weichenstellungen der gemeinsamen Ausrich-tung 25 Jahre nach der Gründung der ACK Bayern. So wurden die ACK-Statuten über-prüft und ergänzt, um den gegenwärtigen Herausforderungen gerecht zu werden. Zade-mach setzte sich gemeinsam mit dem damaligen Vorsitzenden Pater Dr. Gerhard Voss OSB (1935-2013) nachdrücklich für eine „neue Kultur der ökumenischen Ehrlichkeit“ ein. Öku-menische Schwierigkeiten und theologische Differenzen sollten demnach nicht verschwie-gen werden. Vielmehr gehöre es zur Kultur der ökumenischen Ehrlichkeit, „angesichts von Enttäuschungen und schmerzlichen Erfahrungen vor allem den anderen mit Achtung und Ehrfurcht zu begegnen.“ Weiter heißt es in dem Dokument aus dem Jahr 1992, das in den Richtlinien der ACK Bayern einen wichtigen Raum einnimmt: „Ökumenische Ehrlich-keit macht die eigene Position nicht zum ökumenischen Maßstab. Ökumenische Ehrlich-keit nimmt kritische Anfragen nicht zum Anlass einer Selbstprofilierung. Ökumenische Ehrlichkeit unterstellt den anderen Kirchen nicht von vorneherein unlautere Motive …“ Das Dokument ermutigt zu ökumenischer Beharrlichkeit, zu gemeinsamem Handeln in ökumenischer Verantwortung und zum fortgesetzten ökumenischen Dialog. So ist es nicht zuletzt Wieland Zademachs Verdienst, dass aus der Kultur ökumenischer Ehrlichkeit auch eine Kultur des ökumenischen Vertrauens wachsen konnte.
München, 16.11.2015
Dr. Maria Stettner, Geschäftsführerin